Feinguss - detailreiches Arbeiten

3D-CAD-Design

“Zusammenkommen ist ein Beginn,
zusammenbleiben ist ein Fortschritt,
Zusammenarbeiten ist ein Erfolg."

-
Henry Ford

Urformverfahren aus der „Urzeit“ vor ca. 6000 Jahren

Das Gießen hat eine sehr alte Tradition. - Die frühzeitlichen Anfänge vor 3000 bis 4000 Jahre v.Chr. als Kupfer gewonnen und verarbeitet wurde, haben grundsätzlich dasselbe Verfahren wie heute angewendet.

Gletschermumie Ötzi und das Gießen

Das Kupferbeil das bei Ötzi gefunden wurde stammt aus der späten Jungsteinzeit oder auch Kupferzeit. Es konnte mit Radiokarbondatierung vom Holzstiel auf etwa 3359 v.Chr. bis 3105 v. Chr. datiert werden. Weitere Untersuchungen ergaben, dass es sich um einen Kupferguss handelt. Die Klinge besteht zu 99% aus Kupfer, das laut neuesten Analysen aus südtoskanischen Erzen gewonnen wurde. Mit diesem geschafteten Beil war es auch möglich Bäume zu fällen. Ötzi könnte ein angesehener Mann gewesen sein, da Kupfer zu dieser Zeit sehr wertvoll war.

Ötzi-Beil-Kombi

Das gut 5.000 Jahre alte Kupferbeil von Ötzi,
der Gletschermumie.
© Südtiroler Archäologiemuseum

Die Beilklinge aus Kupfer in Nahansicht
© Artioli et al./PLOS ONE, CC-by-sa 4.0

Wachsausschmelzen

Gießen nach dem Wachsausschmelzverfahren ist das älteste Gießverfahren überhaupt. Die archäologische Wissenschaft ist sich nicht ganz sicher, ab wann die Menschen auch die Möglichkeit hatten, die 1083 °C für das Erschmelzen von reinem Kupfer zu realisieren. Jüngste archäologische Funde von Überresten aus Kupferschlacken und Kupferschmelzen in der Toskana stammen ebenfalls aus der Zeit von 3400 bis 3100 v.Chr. und damit etwa aus der Zeit in der der Eismann lebte. Beim Gießen wurde Bienenwachs zu einem Modell geformt und mit Lehm ummantelt. Nach dem Trocknen des Lehms wurde das Wachs ausgeschmolzen (verlorenes Wachs) und in die stark erhitzte Hohlform aus Lehm das flüssige Metall gegossen. Nach dem Abkühlen wurde die Lehmschale zerschlagen (verlorene Form) und der Rohguss vor der weiteren Bearbeitung geputzt.

Wahrscheinlich diente schon in der Kupfersteinzeit (Äneolithikum) und vor allem in der darauffolgenden Bronzezeit das Urformverfahren der „Urzeit“ als wertvolle und epochale Fertigungsarbeit.
Angefangen hat das Gießen mit natürlichen, gediegenen Metallen wie Kupfer, Silber und Gold, bis sich in der Frühgeschichte der danach benannten Bronzezeit die metallurgischen Vorteile des Bronzegusses heraus kristallisierten. Die Legierung von Kupfer mit Zinn hat beim Gießen, in der Weiterverarbeitung und in der Anwendung viele Vorteile.

Nutzen

Die Gusstechnik ist ein universelles Fertigungsverfahren für schwierige und komplexe Bauteile.

Die Wirtschaftlichkeit der Gusstechnik ist unschlagbar und konkurrenzlos gegenüber zerspanenden Verfahren, wenn mit Formkernen für Hinterschneidungen gearbeitet wird.

Das Fertigungsverfahren durch Guss bietet Ihnen außergewöhnliche Gestaltungsmöglichkeiten

Auch die unmittelbaren wirtschaftlichen Vorteile liegen auf der Hand.
Das Gussverfahren bietet Ihnen bei der Herstellung im Gegensatz zu anderen Herstellungsmethoden großen Freiheitsgrad in Bezug auf Geometrie und Formgebung.
Die Gussstücke zeichnen sich durch Detailstärke, gute Maßgenauigkeit und hohe Oberflächenqualität aus. Oftmals kann eine anschließende Bearbeitung teilweise oder sogar ganz eingespart werden.


Gießen mit Leidenschaft

Ich kann wahrscheinlich mit Worten nicht transportieren, welche Faszination mich beim Gießen erfasst. Ich versuche diese emotionalen Momente an einem Beispiel zu beschreiben:
Wenn wir mit den heutigen leistungsstarken Gießanlagen, mit enormer induktiver Leistung einige hundert Gramm Platin in wenigen Minuten aufschmelzen, dann gibt es kurz vor dem Abguss einen Moment, da ist es, als wäre man der Sonne ganz nahe. Über 1.700 °C ! Ein gleißend gelbes Licht geht vom Spiegel der Schmelze aus. Selbst mit der abgedunkelten Spezialbrille und hinter dem Schutzglas spürt man deutlich die Wärmestrahlung dieser Hitze. Ich werde von Ehrfurcht ergriffen, dass wir diese enorme Kraft der Hitze beherrschen können. Der Respekt vor der geschmolzenen Legierung, die - wäre sie nicht im Tiegel gefangen- zerstörerisch wäre und Furchtbares anrichten könnte, ist groß.
Gleich kommt der Augenblick, in dem- im Bruchteil einer Sekunde- über die Qualität des Gusses entschieden wird.

  • Die richtige Temperatur der Schmelze?
  • Die richtige Temperatur der Küvette?
  • Das richtige Angusssystem und die richtigen Angussstellen gewählt?
  • Hat beim Einbetten alles geklappt?

Diese Fragen durchziehen mich kurz vor dem entscheidenden Moment, denn ich bewege in einem Augenblick, durch Knopfdruck einen gewaltigen Gegenwert von 10.000 oder mehr Euro vom Tiegel in die vorbereiteten Hohlräume der aufgewachten Modelle. Die Kunden warten auf ihre Gussteile.
Die Anspannung steigt nochmals an - Jetzt !
Alles vorbei, die Abkühlphase beginnt, die innere Anspannung fällt wieder ab.
Bis zur nächsten Küvette mit anderen Teilen, einem anderen Material und anderen Herausforderungen.
Eine sehr schöne und zugleich spannende Aufgabe. Konnten Sie meine Faszination in Ihrer Vorstellung etwas nacherleben?

Gießen

Beim Gießen wird eine vorgefertigte, stark erhitzte Hohlform mit einer flüssigen Legierung gefüllt, die im Anschluss erstarrt und die identische Form des Modelles annimmt.
Das Gießen entwickelte sich vom Kunstguss nach dem Wachsausschmelzverfahren zum Formguss. Dies mit der Besonderheit auch wiederholt verwendbare Formen einzusetzen und in metallische Werkzeuge zu gießen.
Von der anfangs hauptsächlich durchgeführten Schmuckherstellung entstand durch das Gießen für Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge und Geräte des Alltags bis heute allmählich eine sehr bedeutende Industrie. Gold-, Silber-, Palladium- und Platinlegierungen werden hauptsächlich in der Schmuckfertigung und im dekorativen Bereich verwendet.
Gusseisen, Stahl und die Leichtmetalle Aluminium, Magnesium bestimmen die industrielle Anwendung. Heute zählen Eisen und Aluminium zu den meist genutzten Legierungen im Formguss.
Edelstahl und Titan sind bedeutende Werkstoffe in der gießtechnischen Anwendung für die Medizintechnik.



Erleben Sie traditionellen Guss in moderner Umsetzung

Das Gussverfahren bietet Ihnen bei der Herstellung im Gegensatz zu anderen Herstellungsmethoden großen Freiheitsgrad in Bezug auf Geometrie und Formgebung. Die Gussstücke zeichnen sich durch präzise Detaillierung, sehr gute Maßgenauigkeit und hohe Oberflächenqualität aus. Oftmals kann eine anschließende Bearbeitung teilweise oder sogar ganz eingespart werden. Durch die genaue Vorgabe des Modells ist die exakte Reproduktion von detailgetreuen und identischen Gussteilen in unendlicher Stückzahl möglich. Das Wachsausschmelzverfahren ist dabei besonders für die wirtschaftliche Reproduktion geeignet, da komplexe Geometrien und Formen besonders schnell und günstig abgeformt werden können. Die Reichweite dieses Verfahrens läuft dabei von Einzelstücken bis hin zur Großserienproduktion - Ihnen sind also alle Möglichkeiten gegeben. Dabei lässt sich der Guss nicht nur für industrielle Zwecke verwenden, sondern bietet auch enormen gestalterischen Spielraum im individuellen und persönlichen Gebrauch. Sehr persönliche Einzelstücke wie Fingerabdrücke oder Liebesschwüre lassen sich mit dem Wachsausschmelzverfahren besonders einfach herstellen.

Profitieren Sie von unserem umfangreichen Angebot für Ihr Guss Vorhaben

Da der Guss ein so flexibles Fertigungsverfahren ist, bietet diese Herstellungsmethode natürlich auch einen großen Umfang an Nutzungs- und Einsatzmöglichkeiten. Wir von herterich.de bieten Ihnen dabei alles, was Sie sich wünschen könnten. Unser Fertigungsportfolio reicht von edlem Schmuckguss, über hochpräzise technische Güsse bis hin zur Herstellung von individuellen Skulpturen und dekorativen Möbelbeschlägen. Die Auswahl an geeigneten Legierungen und für spezielle Kundenanforderungen eingesetzte Sonderlegierungen sind sehr umfangreich.
Der Schmuckguss zum Beispiel dient als wirtschaftliche und schnelle Reproduktionsmethode, mit der Sie die Wiedergabe von feinsten Details und Oberflächenstrukturen, wie Fingerabdrücke auf Wachs, festhalten können. Beim Gießen ist auch eine komplexe Formgebung durch CAD und anschließenden 3D-Wachsdruck, Hohlguss und qualitätsoptimierte Modellteilung möglich. Auch Multicolor-Verfahren sind mit dieser Methode umsetzbar.
Auch das Herstellen von Metallminiaturen ist mit unserer Fertigung möglich. Dazu zählt die Fertigung von Motoren-, Maschinen- oder Automodellen. Dies ist vor allem für Sammlerobjektive und sehr individuelle Firmengeschenke eine geeignete Herstellungsmethode.
Für die Belobigung oder Firmenjubiläen von Mitarbeitern und für die CI-Austattung im Außendienst oder für Vereinszwecke produzieren wir Einzelstücken und Serien wie zum Beispiel Anstecknadeln, Gürtel, und Krawattenklammern.
Bei uns haben sie vollste Entscheidungsfreiheit und genießen die Vorteile unserer über 70-jährigen Erfahrung und unseres riesigen Fertigungsportfolios. Wir arbeiten dabei mit höchster Sorgfalt und gehen jederzeit und exakt auf Ihre Wünsche ein.
Profitieren Sie von unserem hochwertigen Guss und nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf - wir setzen Ihre Ideen im engagiert und perfekt um.


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